Datum
13
.
 
February
 
2026
Kategorie
Lösungen
Autor
Lösungen

Warum ein DMS-Projekt nicht mit der Software beginnt

Ein Dokumentenmanagement-System (DMS) steht auf vielen Digitalisierungs-Roadmaps weit oben. Die Erwartung ist klar: weniger Papier, schnellere Suche, mehr Transparenz. In der Praxis scheitern DMS-Projekte jedoch erstaunlich oft – nicht an der Technik, sondern am Einstieg. Der häufigste Fehler: Das Projekt beginnt mit der Frage nach der richtigen Software. Dabei entscheidet nicht das Tool über den Erfolg, sondern das Verständnis der eigenen Prozesse.
Warum ein DMS-Projekt nicht mit der Software beginnt

Inhaltsverzeichnis

    Die trügerische Hoffnung auf die eine richtige Lösung 

    „Wenn wir erst ein DMS haben, wird alles besser.“ 
    Diesen Satz hören wir regelmäßig. Dahinter steckt die Annahme, dass eine neue Software bestehende Probleme automatisch löst. In Wahrheit digitalisiert ein DMS zunächst genau das, was bereits da ist: Strukturen, Abläufe, Zuständigkeiten – inklusive aller Unklarheiten. 

    Wer analoge Unordnung digital abbildet, erhält digitale Unordnung. Nur schneller. 

     

    Dokumente sind kein Selbstzweck 

    Ein Dokumentenmanagement-System verwaltet Dokumente. Doch Dokumente stehen nie für sich allein: Sie entstehen, werden geprüft, freigegeben, weitergegeben und schließlich archiviert. 
    Kurz: Sie sind Teil von Prozessen. Ohne diese fachlich zu verstehen, bleibt das DMS eine bessere Ablage – aber kein echter Produktivitätshebel. 

    Kreislauf des Dokuments.

    Typische Fragen, die vor jeder Softwareauswahl beantwortet sein sollten: 

    • Wo entstehen Dokumente – und warum? 
    • Wer arbeitet wann mit welchen Informationen? 
    • Welche Entscheidungen hängen an welchen Dokumenten? 
    • Welche Schritte sind besonders zeit- oder fehlerintensiv? 
    • Wo gibt es Medienbrüche, Doppelablagen oder manuelle Workarounds? 

     "Diese und viele weitere prozessspezifische Fragen bilden die Grundlage, um sinnvoll zu entscheiden, wie ein DMS konkret unterstützen soll. Denn jeder Prozess hat seine eigenen Anforderungen und Stolpersteine." 

    Prozess vor Tool: der entscheidende Perspektivwechsel 

    Ein erfolgreiches DMS-Projekt folgt daher einer klaren Reihenfolge: 

    1. Prozesse verstehen 
      Fachliche Abläufe aufnehmen – unabhängig von bestehender Technik. 
    2. Ziele definieren 
      Geht es um Zeitersparnis? Transparenz? Rechtssicherheit? Entlastung bestimmter Rollen? 
    3. Prozesse strukturieren und priorisieren 
      Start mit klaren, wiederkehrenden Prozessen wie Rechnungseingang, Vertragsmanagement oder Personalmanagement. 
    4. Erst dann: Software auswählen 
      Passend zu den Anforderungen – nicht umgekehrt. 

    Dieser Perspektivwechsel entscheidet darüber, ob ein DMS akzeptiert, genutzt und weiterentwickelt wird – oder die Einführung im operativen Alltag verpufft.

    Warum Technik trotzdem wichtig ist – aber nicht zuerst 

    Natürlich spielt die Plattform eine zentrale Rolle. Lösungen wie DocuWare verbinden revisionssichere Archivierung mit effizienter Suche und nahtlose Integration in diverse Anwendungen. Mit der integrierten Workflowkomponente oder in Kombination mit einer leistungsfähigen Prozessplattform wie JobRouter lassen sich Dokumente fließend in digitale Prozesse einbinden. 

    Der Punkt ist jedoch: Diese Stärken kommen nur dann zum Tragen, wenn klar ist, was automatisiert, gesteuert oder dokumentiert werden soll. 

    Ein DMS ist kein Startpunkt – sondern ein Verstärker.

    Wertschöpfer Ansatz: Prozesse zuerst, Technik folgt

    Bei Wertschöpfer starten viele Projekte mit einer Produktdemo – sie zeigt, was möglich ist. Doch die eigentliche Arbeit beginnt danach: Im Gespräch klären wir, ob die Lösung zu Ihren Prozessen passt und welche Anpassungen wirklich Mehrwert schaffen.

    Vorbereitung zur Digitalisierung von Informationsprozessen.

    Sprechen Sie uns an und erfahren Sie, wie Sie Ihr DMS-Projekt zum Erfolg führen – mit Prozessorientierung und Praxiserfahrung.

    Serhan Polat

    Die wichtigste Entscheidung im DMS-Projekt ist nicht die Software, sondern die Frage: Welche Probleme im Arbeitsalltag wollen wir damit wirklich lösen?

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